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Timesharing

Timesharing

«Wenn Sie sich neben der Wohnung auch den Ärger und die Sorgen teilen!»

Statt Erholung erwartet einen eine Menge Ärger!


Definition

Timesharing an sich ist eine gute Sache: Die Idee war, möglichst vielen Leuten kostengünstig eine Wohnmöglichkeit in einer Ferienregion zu bieten. Leider wird die Idee des Timesharings bevorzugt von dubiosen Geschäftemachern missbraucht, welche damit ahnungslose Menschen hereinlegen.


Beim Timesharing kauft man das Nutzungsrecht an einer Immobilie für eine bestimmte Zeit pro Jahr, z. B. 2-3 Wochen. Dabei sind dann die zu zahlenden Anteile vollkommen überzogen.
Die Verträge haben oft folgende Nachteile für die Nutzer von Timesharings:
  • Man kann nicht frei bestimmen, wann man das Objekt zur Verfügung hat.
  • Die Betrüger bereichern sich an den angeblichen Nebenkosten der Objekte.
  • Obwohl Timesharing eigentlich eine Mietart ist, wird man in den Verträgen oft zum Mitrisikoträger, z. B. beim Konkurs der Verwaltungsgesellschaft oder bei Elementarschäden, Erdbeben, Feuer, Wasser.
  • Kommt ein Nutzer seinen Zahlungen nicht pünktlich nach, so verfällt sein Wohnrecht.
  • Die Verträge selbst sind oft sehr kompliziert und nur in der Sprache des Landes, wo das Objekt steht, abgefasst.
  • Oft ist die Anzahlung eigentlich nur eine Vermittlungsgebühr für einen Makler, welche auf jeden Fall verloren ist, selbst wenn man es schaffen sollte, den Vertrag rückgängig zu machen.

Argumente der Timesharing-Anbieter

  • «Sie machen günstig Ferien!»
    Das Gegenteil ist wahr, Timesharing ist eher sehr teuer!
  • «Eine gute Kapitalanlage»
    Auf keinen Fall, denn Timesharing ist eine Miete und kein Kauf!
  • «Eine gute Altersvorsorge!»
    Selbst wenn es ein Kauf wäre, ist es immer noch unrentabel. Für das gleiche Geld können Sie ein Objekt kaufen, welches Sie dann ganzjährig nutzen und nicht nur 2-3 Wochen.
  • «Ferien wann immer Sie wollen!»
    Tatsächlich ist genau das sehr schwierig und nur bei langfristiger Planung möglich!
 

Die Methoden der Betrüger, um ein Geschäft anzubahnen!

  • Zuhause: Gewinn von Gratisferien
    Per Telefon oder Brief wird man über einen vermeintlichen Gewinn informiert. Die Abholung der Gratisferienwoche mündet in einem Verkaufsgespräch und wenn man das übersteht, besteht die Gratiswoche nur aus der Unterkunft. Anreise, Buchungsgebühr und Verpflegung hingegen müssen noch separat bezahlt werden.
  • In den Ferien: Gewinn beim Glücksspiel am Strand
    Man lädt Sie am Strand ein, Ihr Glück zu versuchen und tatsächlich gewinnen Sie auch. Nämlich einen gratis Ausflug oder ein gratis Nachtessen. Dabei geht es natürlich nur darum, Sie in eine Verkaufsveranstaltung zu bringen, wo man Sie dann zu einem Vertragsabschluss überreden kann.
  • In den Ferien: Sie werden einfach, aber mit sehr viel Überredungskunst, angesprochen, ob Sie nicht an einer Infoveranstaltung teilnehmen wollen.
    Bei der Verkaufsveranstaltung werden Sie dann solange «überzeugt», bis Sie einen Vertrag abschliessen.

 

Erkennungsmerkmale für diese Betrugsart

  • «Nur noch heute!»
    «Wenn Sie bis morgen unterschreiben, sparen Sie XX %!»; angeblich!
  • «Zu schön, um wahr zu sein!»
    Einmalige, sensationell hohe Rendite, Superverzinsung; die Superlativen der Verkäufer kennen keine Tabus und Grenzen, man verspricht alles, um einen Vertrag abzuschliessen.
  • «Gratis kann teuer sein!»
    Die Abholung der Gratisferienwoche mündet in einem Verkaufsgespräch und wenn man das übersteht, ist die Gratiswoche nur die Unterkunft. Anreise, Buchungsgebühr und Verpflegung müssen noch bezahlt werden.
  • «Das machen alle so!»
    Einwände gegen die Verträge werden mit dieser Bemerkung weggewischt.
  • «Gemeinsamkeit kann verbinden oder fesseln!»
    Und plötzlich kommt der Verkäufer aus der gleichen Stadt, hat gemeinsame Bekannte oder betreibt auch Ihre Lieblingssportart, nur um einen Vertragsabschluss zu erzielen.
  • «Mehr Schein als Sein!»
    Pompöse Büros sollen ein florierendes Geschäft suggerieren.
  • «Nur für Sie!
    haben wir da noch ein Sonderprogramm mit einer gratis Zusatzwoche!» Lügen, nichts als Lügen!


 

Folgende Persönlichkeitsmerkmale erhöhen die Anfälligkeit für diese Betrugsart

Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrössern!


Die Eule rät

Statt Erholung erwartet einen eine Menge Ärger!

  • Schliessen Sie keine derartigen Verträge ab, die Sie nicht von einem Fachmann haben prüfen lassen!
  • Lassen Sie sich nie zu einer Unterschrift drängen!
  • Treffen Sie keine derart weitreichenden Entscheidungen in entspannter Urlaubsatmosphäre!
  • Achten Sie darauf, ob der Verkäufer Sie wegen der erhaltenen Gratisleistungen in die Pflicht nehmen will!

Was tun, wenn Sie schon geschädigt wurden?

Monatsthema September 2014

«Die 10 häufig gestellten Fragen und Antworten zum Thema Wohnungs- und Haussicherheit»

Neuigkeiten

Neue, überarbeitete Auflage der Broschüre «Sicherheit im Alter», spezielle Sicherheitsratschläge für Senioren.

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Siehe auch die FAQ zu: Sicher online einkaufen und Abofallen.

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